Konzept

Leitbild

Das Team


Das Team des Jos versteht sich als Ansprechpartner für alle Gäste des Hauses und priorisiert bei Bedarf grundsätzlich das persönliche Gespräch. Dabei sind sämtliche Inhalte (sofern nicht selbst- oder fremdgefährdend) vertraulich und werden mit Sorgfalt behandelt. Gegenüber der Schule und Gemeinde nehmen die Mitarbeiter eine parteiische Haltung für die Schülerinnen und Schüler ein und vertreten deren Interessen. Eine gesunde Streitkultur und das verbale Austragen von Konflikten wird vom Team nicht unterdrückt, sondern bei Bedarf begleitet. In gefährdenden Situationen greift es jedoch intervenierend ein. Auch wenn die Mitarbeiter selbstverständlich in akuten Gefährdungsfällen eingreifen, ist ihre Arbeit ansonsten grundsätzlich als „präventiv“ gekennzeichnet. Durch das Erlernen eines guten Miteinanders sollen Problemlagen im Vorfeld vermindert und bessere Alternativen des sozialen Zusammenlebens vermittelt werden. Das Team legt bei seiner Arbeit größten Wert auf Transparenz.

 


Fachliche Prinzipien


Freiwilligkeit
Alle Angebote der OKJA sind grundsätzlich als freiwillig zu betrachten und stellen für die Jugendlichen nur eine Option dar. Das Fachpersonal soll Gelegenheiten zum freiwilligen sozialen Engagement und Mitwirken bereitstellen.

 

Geschlechtergerechtigkeit
Die OKJA berücksichtigt im Sinne des SGB VIII die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen und versucht Benachteiligung abzubauen, sowie Gleichstellung zu fördern. Dabei ist auch eine geschlechtergemischte personelle Besetzung wünschenswert.


Lebensweltorientierung
Die OKJA bezieht fortdauernd die Interessen, aber auch die Lebenserfahrung, Perspektiven und Problemstellungen der Jugendlichen mit ein und orientiert sich in seiner Arbeit an diesen. Die Arbeit ist als subjektorientiert zu betrachten und geht meist verstärkt auf die Lebenswelt einzelner Gruppen oder Cliquen ein.


Niedrigschwelligkeit
Alle Leistungen müssen ohne großen Aufwand für alle Interessenten erreichbar sein und den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Jugendlichen entsprechen.


Offenheit
Allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen die Angebote und Räumlichkeiten der Einrichtung ohne Vorbedingungen, Verpflichtungen oder Mitgliedschaften offen. Das Personal hat die Ausgrenzung Einzelner zu verhindern und den Problemlagen der Klientel offen zu begegnen.


Partizipation und Parteilichkeit
Die Jugendlichen sind an der inhaltlichen Gestaltung der Angebote sowie der räumlichen Gestaltung der Einrichtung zu beteiligen. Der Schwerpunkt der Arbeit beruht grundsätzlich auf den Wünschen und Interessen der Klientel. Das Fachpersonal vertritt und verteidigt nach innen und außen die Interessen der Kinder und Jugendlichen.

 


Unsere Arbeit


Leitziel


Mündigkeit
Der Begriff Mündigkeit beschreibt das innere und äußere Vermögen zur Selbstbestimmung, Eigenverantwortung, sowie zum unabhängigen Handeln. Das Leitziel des Jos „Erziehung zum/zur mündigen Bürger/in der Gesellschaft“ basiert auf der gesetzlichen Grundlage des §11 Satz 1 SGB VIII zur Jugendarbeit und ist somit nicht nur bundesweite gesetzliche Vorgabe, sondern auch der Grundkern Offener Jugendarbeit. Die mit der Mündigkeit verbundenen Fähigkeiten sind nicht nur unabdingbar für das persönliche Leben des Einzelnen, sondern auch Grundvoraussetzung für das Zusammenleben in einer demokratisch geprägten Gesellschaft. Daher legt das Jos allen Handlungen den Gedanken der Partizipation zugrunde und leitet die jungen Menschen bei der gemeinsamen Gestaltung ihres Umfeldes an. Die Kinder und Jugendlichen erlernen in demokratischen Prozessen ihr Interesse zu verteidigen, eine gesunde Streitkultur zu entwickeln, Kompromisse einzugehen und gemeinsam getroffene Entscheidungen zu verantworten und umzusetzen. Eine feste Institution des Jos bildet hier das Jugendgremium, welches bis zu 15 Vertreter der Kinder und Jugendlichen stellt und alle relevanten Entscheidungen bzgl. des Hauses bespricht und abstimmt. Um der Lebendigkeit der Jugend gerecht zu werden, wird dieses Gremium jährlich neu gewählt.

 


Schwerpunkte


Die Schwerpunkte unserer inhaltlichen Arbeit sind weniger durch gezielte Maßnahmen gekennzeichnet, als vielmehr durch die ständige Präsenz in allen Angeboten des Hauses. Die Bereiche der Medienkompetenz und des Sozialen Engagements sollen daher nicht nur als einzelne Blöcke auftauchen, sondern möglichst immer mit allen Angeboten verknüpft werden.


Medienkompetenz
Medien und Technik sind eine uns alle täglich umgebende Tatsache, welche aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist. Besonders Kinder und Jugendliche werden bereits in ihren jüngsten Jahren in eine hoch technologisierte und digitale Welt geboren, deren weitere Entwicklung heute noch gar nicht abzusehen ist. Ob im Alltag, in der Ausbildung oder im Beruf, wer nicht über ein Mindestmaß an technologischem Know-how verfügt, nimmt schnell eine Randstellung ein. Auch das Jos ist sich dieses Umstandes bewusst und sieht in der Vermittlung von Medienkompetenzen einen Schwerpunkt der inhaltlichen Arbeit. Hierbei ist ein freier WLAN-Zugang genauso selbstverständlich wie die Nutzung von Spielekonsolen oder anderen Medien. Bei Veranstaltungen wird die semiprofessionelle PA-Anlage mitsamt computergesteuerter Lichttechnik von Jugendlichen aufgebaut und bedient, Gruppenarbeiten werden am Computer vorbereitet und Handys und Tablets als Arbeits- und Kommunikationsmittel eingesetzt. Der tägliche Umgang verschafft so regelmäßig die Möglichkeit zur Belehrung im Bereich des Daten- und Jugendschutzes, ohne eine für Jugendliche „langweilige“ Veranstaltung daraus zu machen. Durch einen interessanten und abwechslungsreichen Gebrauch von Medien erlernen die jungen Besucher beiläufig auch die dafür notwendigen Kompetenzen.


Soziales Engagement
Soziales Engagement ist das meist freiwillige soziale Handeln, welches für unsere Gesellschaft kaum noch wegzudenken ist. Ehrenamtlich Tätige erbringen einen Großteil der sozialen Leistungen, für die der Staat nicht die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen aufbringen kann oder möchte. Feuerwehren, Sportvereine, Sozialverbände und viele mehr sind auf die ehrenamtliche Arbeit angewiesen. Viele bezeichnen sie sogar als Rückgrat der Bundesrepublik. Seit einigen Jahren scheint dieses Engagement, trotz eines hohen Bedarfs, immer seltener zu werden. Dies mag an der fehlenden Anerkennung für den sozialen Freiwilligendienst oder an der gestiegenen Aufgabenvielfalt liegen, Tatsache ist, dass viele Vereine und Verbände ein fehlendes soziales Engagement, besonders wenn es ohne oder nur für geringe Bezahlung erfolgen soll, beklagen. Auch das Jos lebt in seiner Arbeit vom Engagement der Kinder und Jugendlichen, ohne die die Umsetzung der verschiedenen Angebote kaum oder gar nicht möglich wäre. Daher werden die Besucher des Hauses nicht nur in die Entscheidungen über Vorgänge und Regelungen mit einbezogen, sondern auch aktiv an der Umsetzung beteiligt. Durch das Mitwirken an Veranstaltungen und Projekten erlernen die Kinder und Jugendlichen nicht nur viele Kompetenzen, sondern erfahren vor allem das Gefühl von Verantwortung, Gemeinschaft und Wertschätzung für das Geleistete. Der soziale „Ertrag“ aus ihren Bemühungen soll sie dazu bewegen, sich auch anderweitig zu engagieren und im späteren Leben daran festzuhalten.

 

 

Angebote


außerschulisch
Die außerschulischen Angebote des Jos gliedern sich auf in Projekte und Veranstaltungen, die Offene Tür und die niedrigschwellige Beratung. In diversen Projekten und Veranstaltungen werden möglichst alle relevanten Themen der außerschulischen Bildung (siehe § 11 Absatz 3 SGB VIII) bearbeitet und in Abständen angeboten. Hier gilt jedoch zu beachten, dass die Kinder und Jugendlichen selbst das Programm bestimmen und daher die thematischen Schwerpunkte setzen. Die Offene Tür dient der selbstbestimmten Freizeitgestaltung und steht jedem Besucher im Sinne unserer Prinzipien ohne Vorbedingungen ab 12:00 Uhr offen. Die gesamten Räumlichkeiten, sowie deren Ausstattung sind hierbei frei zugänglich und dienen der freien Beschäftigung. Im Rahmen der Schulsozialarbeit am Vormittag und während der Offenen Tür am Nachmittag stehen die Mitarbeiter allen Kindern und Jugendlichen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Die niedrigschwellige Beratung ist ein wichtiges Kernelement der Jugendarbeit und bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ohne Voranmeldung ein vertrauliches Gespräch führen zu können. Bei Bedarf wird eine Vermittlung an entsprechende Spezialisten angeboten.


schulisch
Zu den schulischen Angeboten zählt u.a. die begleitete Hausaufgabenzeit. Diese ist ein schulisches Angebot und steht daher ausschließlich den Schülern der Nordseeschule täglich von 14:00 Uhr – 15:00 Uhr gegen einen Tagessatz von 2,50 Euro zur Verfügung. Hierbei ist eine verbindliche Anmeldung für ein Schulhalbjahr wünschenswert, bei Bedarf können jedoch auch einzelne Tage in Anspruch genommen werden. Die grundsätzliche Hilfe bei Bewerbungen, Referaten oder Klassenarbeiten während der Offenen Tür ist davon unberührt. Die Schulsozialarbeit ist in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Nordseeschule geworden und maßgeblich am reibungslosen Ablauf des Schulalltages beteiligt. Die Arbeit findet dabei nicht nur durch Gespräche in akuten Problemlagen statt, sondern vor allem durch eine reichhaltige Präventionsarbeit in den Klassen. Durch verschiedene Programme und Bausteine werden zahlreiche Kompetenzen geschult und Konflikte von vornherein vermindert.

vollständige fachliche Konzeption

Die vollständige Konzeption ist unter folgendem Download erhältlich:

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Fachliche Konzeption Jos.pdf
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Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag:

12:00 Uhr - 18:00 Uhr

Freitag:

12:00 Uhr - 18:00 Uhr

(bei Bedarf bis 21:00 Uhr)

 

Anschrift:

Jos

Pestalozzistraße 62

25826 St.Peter-Ording

 

Telefon:

04863/9508018

Mobil:

0171/9354965 (Schulsozialarbeit)

E-Mail:

Jos-Spo@gmx.de

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